FORUM Laupen- Fragen und Antworten zu Salz

Salz macht jede Suppe besser, weil es das Aroma der Zutaten erst richtig zur Geltung bringt. Und das, ohne den Geschmack zu verändern.

Warum wurden Steinsalzkristalle ab dem Mittelalter und bis ins 19. Jahrhundert als Weisses Gold bezeichnet und mit Edelstein aufgewogen?
Nicht die Gewinnung des Salzes machte es wertvoll, sondern der Transport und der Handel. Im deutschsprachigen Raum wurde Speisesalz erst erschwinglich, als man die mehrere hundert Meter dicken, 250 Millionen Jahre alten Salzschichten des Zechsteinmeers(ein Urmeer, das auch weite Teile der Schweiz bedeckte) abbauen konnte.

Warum verstärkt Salz den Geschmack der Speisen?
Speisesalz verringert die "Löslichkeit" der organischen Würzstoffe und erhöht so deren Wahrnehmung im Geschmack. Ausserdem: Aus gutem Grund wird Gemüse in Salzwasser gekocht. Denn das Salz schliesst die Zellwände auf und verkürzt dadurch die Kochzeit. Als Folge davon bleiben wichtige Inhaltsstoffe im Gemüse erhalten. Eine Ausnahme bilden Hülsenfrüchte.

Warum ist Sex nicht nur das Salz in der Beziehungssuppe, sondern auch umgekehrt?
Ohne Salz beziehungsweise bei einer salzarmen Ernährung lässt die Lust auf Sex nach. Auch kann es zu Erektionsschwächen kommen. Das haben französische Wissenschaftler von Necker Hospital in Paris herausgefunden und berichten darüber im Fachmagazin "NephrologyDialysis Transplantation". Die Wirkung von Salz als Aphrodisiakum war aber bereits im Altertum bekannt.

Warum ist Salz lebenswichtig?
Speisesalz ist der am meisten konsumierte Mineralstoff der menschlichen Ernährung. In gelöster Form liegt Kochsalz in Form von positiv geladenen Natrium- und negativ geladenen Chlorid-Ionen vor, die jeweils eine eigene lebenswichtige Rolle für den Wasserhaushalt, das Nervensystem, die Verdauung und den Knochenaufbau besitzen. Der Körper eines Erwachsenen enthält etwa 150 bis 300 Gramm Speisesalz und benötigt täglich ein bis drei Gramm zum Ausgleich des Verlusts durch Schweiss und Ausscheidungen.

Warum kommt "Schweizerhalle" von Salz?
"Halos" bedeutete im Altgriechischen Salz. Ortsnamen mit –hall oder –halle, das von "halos" abgeleitet wurde, deuten auf eine Saline hin. Ebenfalls von Salz abgeleitet wurde der Begriff Salär. So hiess die Salzration, die römische Legionäre als Teil ihres Lohnes erhielten. Auch das Wort "Salat" stammt von Salz ab, denn es bedeutete ursprünglich "eingesalzen". Salate sind also dem Wortsinn nach mit Salz haltbar gemachte Speisen.

Was hat eine Halogenglühbirne mit Salz zu tun?
Das Speisesalz und die Glühbirne haben ihren Ursprung in der gleichen Gruppe chemischer Elemente, die man "Halogene" nennt. Altgriechisch bedeutet das "Salzbildner". Dazu gehört auch das Chlor. Halogene sind im elementaren Zustand sehr reaktionsfreudig und bilden in Verbindung mit Metallen – wie zum Beispiel Natrium – Salze wie eben das Natriumchlorid, unser Speisesalz. Ein anderes Halogen ist in der Glühlampe aktiv – nämlich Iod.

Quellen: - Wikipedia - Sonntagszeitung vom 12. Oktober 2014 - http://www.focus.de/gesundheit/ticker/studie-salz-macht-an_aid_370585.html

Darum für die Suppe das Salz und für die Gemeindepolitik das FORUM.

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